Rückblich Vereinsausflug 2019 nach Koblenz zur Festung Ehrenbreitstein

Der diesjährige Vereinsausflug des MGV 1840 e. V. Lampertheim ging nach Koblenz zur Festung Ehrenbreitstein. Die Fahrt startete am Darmstädter Hof mit 39 Teilnehmern. Wir fuhren von der Autobahn 61 auf die B9 entlang des UNESCO Welterbes „Oberes Mittelrheintal“.

Nirgends gibt es so viele mittelalterliche Burgen wie zwischen Koblenz und Rüdesheim. Das „Obere Mittelrheintal“ touristisch als Tal der Loreley (Fels der Lore) beworben, zählt seit Juni 2002 zum UNESCO Welterbe. Nach der Anerkennung als Welterbestätte muss das Landschaftsbild, der Erhalt der zahlreichen Kulturdenkmäler und der Schutz der Natur gewährleistet werden. Die Fort-entwicklung der verschiedenen Wirtschaftsbereiche darf dadurch allerdings nicht vernachlässigt werden. Dies stellt die Verantwortlichen vor großen Herausforderungen. Das Obere Mittrheintal zwischen Bingen und Koblenz ist rund 65 km lang. Die Bedeutung des Rheins wurde bei der Vergabe des Welterbes auch gewürdigt. Da der Rhein seit zwei Jahrtausenden einer der wichtigsten Verkehrswege für den Austausch zwischen der Mittelmeerregion und dem Norden Europas darstellt.

 

Das Mittelrheintal beginnt in Bingen. In der Mitte des Rheins steht der Mäuseturm. Einer Sage nach wurde der Mainzer Erzbischof wegen seiner Unbarmherzigkeit von Mäusen aufgefressen. Wie schaurig. Gegenüber vom sogenannten Mäuseturm wurde als Andenken an den deutsch-französischen Krieg und das nachfolgend entstandenen Kaiserreich das Niederwalddenkmal errichtet.

Weiter ging es linksrheinisch an geschichtsträchtigen Burgen vorbei wie z. B. der Burg Rheinstein, Burg Reichenstein, der Ruine Fürstenberg, den Burgen Katz und Maus, auf den Burgen Liebenstein und Burg Sterrenburg lebten zwei Brüder die die gleiche Frau umwarben und sich bekämpften.

Auf der Weiterfahrt in Richtung Koblenz kam nun der Loreleyfelsen in Sicht. Die berühmte Loreley ist ein Schieferfelsen bei Sankt Goarshausen. Der sich am rechten Rheinufer befindet. Einer Legende aus dem 19. Jahrhundert zu Folge ist die Loreley eine Nixe auf diesem Felsen. Dieser Legende zufolge kämmt sie dort ihre langen, goldenen Haare und zog die Schiffer mit ihrem Gesang an. Diese achteten trotz gefährlicher Strömung nicht mehr auf den Kurs, so dass die Schiffe an den Felsenriffen zerschellten. Noch heute ist die Loreley, in Form einer Bronze Statue an der Hafenmole von Sankt Goarshausen zu finden.

In Koblenz angekommen wurden nun von fleißigen Händen Tische am Busparkplatz aufgebaut denn Petra mit Reiner und Gehilfen hatten Weck, Worscht, Wein und Kuchen zur Stärkung der Hungrigen MGV-ler im Bus eingebunkert. Mit frischen Kräften und Lunchpaket ausgerüstet gings zur Seilbahn, die uns auf die Festung Ehrenbreitstein brachte. Schon an der Seilbahn wurden wir von unserer Gästeführerin begrüßt.

Oben auf der Festung angekommen ging es sofort am sogenannten Schießplatz mit der mehr als einstündigen Führung los. Unserer Führerin informierte die Gruppe über mehrere Stationen ausführlich und sehr kompetent über die Entwicklungsgeschichte und Funktion der einzelnen Festungselemente und Bastionen. Schon vor 3.000 Jahren nutzten Menschen den Berg als Zufluchtsort. Die von den Preußen erbaute Anlage gehörte einst zu den größten Festungen Europas. Meterdicke Mauern, Gräben, Tunnel, Brücken und Tore bestimmen noch heute das Bild des gewaltigen Komplexes. Auch das Alltagsleben der preußischen Soldaten wurde eingehend beleuchtet.

Mit neuem Wissen angereichert genossen dann die meisten der Gruppe bei Kuchen und Erfrischungen auf der schönsten Terrasse von Koblenz, der Festungsterrasse, den atemberaubenden Blick auf den Zusammenschluss von Vater Rhein und Mutter Mosel, über Koblenz und auf das Denkmal von Kaiser Wilhelm I dem „Deutschen Eck“. Auch das Denkmal hat eine Geschichte zu erzählen. Dieses wurde 1897 fertig gestellt. Es war insgesamt 37 m hoch, das Reiterstandbild maß allein schon 14 m. Es zeigte Kaiser Wilhelm I. in Generalsuniform mit wallendem Mantel. Eine Siegesgöttin führte das Pferd und trug in der anderen Hand die Kaiserkrone. Kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Reiterstandbild durch eine Granate zerstört. Wegen Geldmangels wurde das Denkmal zunächst nicht ersetzt. 1953 wurde der verbliebene Sockel zum Mahnmal der Deutschen Einheit ernannt. An der Stelle des Reiterstandbildes stand bis 1993 ein Flaggenstock mit der Bundesflagge. Nachdem das Land Rheinland Pfalz seine Besitzrechte an Koblenz verkaufte akzeptierte der Stadtrat von Koblenz die Schenkung einer Stiftung. Diese Stiftung Rekonstruierte das Reiterstandbild. Dieses wurde im September 1993 eingeweiht. Seit 2002 ist das Deutsche Eck Teil des Weltkulturerbes „Oberes Mittelrheintal“.

 

Der Nachmittag war zur freien Verfügung. Nach der Rückfahrt mit der Seilbahn verteilte sich die Gruppe. Manche unternahmen eine Stadtrundfahrt mit dem „Altstadtbähnel“, andere eine kleine Wanderung zum Deutschen Eck und der Mosel-Uferpromenade um danach die Altstadt zu erkunden. Auch die vielen schönen Lokale an den Ufern wurden rege besucht.  Das Wetter hielt – zwar waren am Himmel immer mal trübe Wolken zu sehen und es gab kleine Schauer, aber alles in allem war es gut.

Um 16.30 Uhr traf sich dann die Reisegruppe am Bus wieder um nach St. Goar zu fahren. Im Restaurant und Weinhotel „Landknecht“ fand der Abschluss des Vereinsausflugs statt. Ein herrlicher Ort, direkt am Rhein – alle waren mit dem schönen Haus und dem Essen sehr zufrieden. Bei guter Stimmung befand man, dass Petra Steffan mit Partner Reiner und Helfern den Ausflug einmal mehr super organisiert hatten. Um 20.30 Uhr war man wieder mit neuem Wissen angereichert zurück in Lampertheim.

 

 

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